Es ist nun drei volle ID`s her, oder um es allgemein verständlich zu sagen drei volle Wochen, dass Blizzard in ihrem Erfolgreichem Spiel „World of Warcraft“ den Schlachtzugsbrowser, oder auch das „locking for Raid System“ ( kurz lfr ) eingeführt hat.
Doch erst einmal was ist dieser Schlachtzugsbrowser eigentlich? Bei dem Schlachtzugsbrowser geht es darum das man innerhalb des Spiels „World of Warcraft“ sich alleine, oder in einer Gruppe mit bis zu 25 Spieler, für einen Raid, der dann 25 Spieler beinhaltet, anmeldet. Man muss lediglich wählen ob man diesen Raid als „Heiler“, „Tank“ oder „Damage Dealer“ spielen möchte.
Über dieses lfr-System kann man dann die komplette aktuelle Raid-Instanz, aufgegliedert in zwei Teile, durchspielen. Da man mit bis zu 24 weiteren Spieler zusammenspielt, die sich alle fremd gegenüberstehen und sich nur via Chat Funkion miteinander austauschen hat Blizzard die aktuelle Raid-Instanz in einem leichten Modus zur Verfügung gestellt, so das man diese auch spielerisch ohne Absprachen vollenden kann.

Genau an dieser Stelle setzt mein Unmut an. Ich bin nie ein Spieler gewesen der in der Welt um die so wichtigen „First Kills“ bei World of Warcraft mitgespielt hat. Ich war, und bin, nur ein durchschnittlicher Spieler der einfach Spaß daran hat sich einen sogenannten Boss-Kill zu erarbeiten. Das heißt nichts anderes als das ich, zusammen mit einer festen und eingespielten Gruppe, Zeit investiere, und somit oft versuche einen Gegner zu Fall zu bringen. Man arbeitet schon etwas hart dafür und freut sich umso mehr wenn man es dann geschafft hat.
Nun kommt aber das neue System und würfelt einen mit bis zu 24 völlig unbekannten Menschen zusammen. Im schlimmsten Fall sogar mit welchen die nur darauf aus sind andere verbal im Chat anzugreifen. Man spielt diese Raid-Instanz einfach so runter, hat keinerlei Probleme einen „Boss-Kill“ nach dem anderen einzufahren, da wie angesprochen der Schwierigkeitsgrad einfach zu weit unten ist. Das schlimmste ist dann, das man den finalen Endkampf des Spiels auch problemlos miterleben kann, ohne sich wirklich was erarbeitet zu haben. Das demotiviert einen ungemein den Boss nochmal in einem etwas schwereren Zustand zu besiegen. Schließlich kennt man ihn nun schon. Man hat den sogenannten „Content“ bereits gesehen. Warum also noch Zeit mit der eigentlichen festen Gruppe investieren, wenn man es doch leichter haben kann?

Prinzipiell finde ich die Idee dieses „locking for Raid“ Systems gar nicht mal so schlecht. Man kann die aktuelle Raid-Instanz auch mal mit einem der Zweit-Charaktere spielen, und brauch dafür nicht einmal eine feste Gruppe mit der man sich absprechen muss.
Jedoch hätte Blizzard es dabei belassen sollen das man nur die ganzen Vorkämpfe bestreitet, jedoch nicht den Finalen Kampf. Dann wäre da noch etwas gewesen was man wirklich erreichen könnte.
So bleibt nur die Frage offen warum man das ganze überhaupt noch weiter macht. Wozu Zeit investieren, wenn man es doch viel leichter haben könnte, bei selben Ergebnis.

Bei mir persönlich sieht es im Moment so aus das ich mit jedem meiner Zweit-Charaktere ( meinen Twinks ) den Finalen Bosskampf, von diesem Addon, gesehen habe. Was gibt es also noch zu sehen, außer den Bosskampf in zwei weiteren Schwierigkeitsgraden? Eigentlich nichts!
Aktuell raide ich noch aktiv bei meiner Gruppe mit, ich nehme noch alle Termine war die angesetzt werden, spiele jedoch bei weitem nicht mehr mit soviel Spaß wie noch vor dem lfr-System.

Hinzu kommt das nun auch das Spiel „Star Wars – the old Republic“ herausgekommen ist, was ein starker Konkurrent zu „World of Warcraft“ sein kann. Grundlegend macht es viel Spaß, und ich werde sehen wie es sich in diesem Spiel, im Gegensatz zu WoW, entwickelt.